PROJEKT WESTARKTIS

Naturschutzprojekte


Bei uns in Mitteleuropa gibt es kaum einen Ort, an dem wir nicht eine Straße hören. Und es gibt keinen Punkt, von dem aus wir Naturlandschaft bis zum Horizont sehen können. 5.000 Kilometer geradeaus laufen, ohne eine Straße zu überqueren: das übersteigt unsere Vorstellungskraft. Im Norden Kanadas gibt es das noch. In dieser Größe ist es das letzte Wildnisgebiet der Erde mit allem, was in dieser Region dazu gehört: Bären, Wölfe, riesige Karibuherden mit Millionen Tieren in einer grandiosen Landschaft.

Das Volk der Gwich’in suchte Partner für ein für sie lebenswichtiges Vorhaben: der Schutz des Three Rivers Gebietes (Peel River Watershed) in der Grenzregion zwischen dem Yukon Territory und den Northwest Territories im Nordwesten Kanadas. Wilderness International hat diese Herausforderung angenommen. Seit 2006 führen Sie gemeinsam mit den Tetl’it Gwich’in ein Projekt in mehrere

Bild Karte Projekt Westarktis

Projektablauf

Mai 2007

Gwich'in in Deutschland

Teilnahme am Sponsorenlauf der Dresdner
Schüler, Erstellung des Dokumentarfilmes
„Saving the Three Rivers Watershed“

Gwich'in in Deutschland
Juli/August 2007

Erkundungsexpedition

Das Team von Wilderness International auf
dem Snake River im Projektgebiet

Juli/August 2008

Expedition Three Rivers

Naturschutzexpedition auf dem Snake River mit
Beteiligung von Jugendlichen und Ältesten der
Gwich’in und engagierter sächsischer Schüler

Das Expeditionsteam
Die Stipendienprojekte
Dezember 2008 bis Sommer 2009

Film/Ausstellung

Erstellung von Internet-Kurzfilmen, eines
Dokumentarfilmes zur Schülerexpedition,
Ausstellung „Breathe Wilderness“ an
sächsischen Schulen, Vorträge in Deutschland,
Petition zum Naturschutz

Film „Schülerexpedition Westarktis“

"Wildnis atmen"

Im Juli 2008 ging es für sieben
aufgeschlossene, begeisterte und körperlich
belastbare Schülerinnen und Schüler aus
Sachsen auf eine abenteuerliche Reise. Sie alle
sollten „Wildnis atmen“ während der
zweiwöchigen Expedition auf dem Snake River
in der Westarktis. Auch nach dem Ende der
Expedition haben sie mit großem Einsatz zum
Erfolg unseres Arktisprojektes beitragen.

Zum Expeditionsteam
Bild Expeditionsteam

Arktisches Paradies

Die Peel River Watershed ist ein Juwel im
Norden Kanadas. In einem Gebiet von der
Größe Irlands durchqueren Karibuherden die
unberührte Bergwelt, Grizzlybären und
Wölfe trinken aus kristallklaren Flüssen. Ein
Paradies für seltene Blütenpflanzen, Moose
und unzählige Flechtenarten. Die
Indianervölker der Gwich’in und Nacho Nyak
Dun lebten seit Jahrtausenden in dieser
Region. Nachdem die „First Nations“ in
Kontakt mit Pelzhändlern und Missionaren
kamen, wurden sie im Süden und im Norden
der Region sesshaft. Heute ist dieses große
Gebiet (noch) völlig der Natur überlassen.

Arktisches Paradies Bär

Warum Kanada?

Lange Zeit war das Gebiet durch das raue Klima geschützt. Hier gab es nichts zu holen außer ein
paar Fellen. Die Indianer haben diese Landschaft immer nachhaltig genutzt. Doch die steigenden
Rohstoffpreise machen auch den Abbau von Bodenschätzen unter extremen Bedingungen
wirtschaftlich. Deshalb beginnt jetzt der Ausverkauf der Natur, der letzten Wildnis dieser Erde.
Wenn es zur industriellen Ausbeutung kommt, werden wir am Ende feststellen: Unser
Rohstoffproblem ist nicht gelöst, aber dafür ist das letzte große Wildnisgebiet der Erde zerstört.

Wir finden: Wir haben eine Verantwortung, dies anderen zu sagen, und die Menschen haben ein
Recht darauf, es zu erfahren. Wir alle sollten über die Zukunft dieses Raumes mitentscheiden.
Deswegen engagieren wir uns. Und deshalb veranstalteten wir eine Expedition ins nördliche
Kanada, ins Gebiet Three Rivers.

Warum mit Schülern und Schülerinnen? Es sind junge Menschen, frei im Kopf, ohne Bindung an
vermeintliche wirtschaftliche Zwänge, aber mit einem noch langen Leben und dem Recht auf
Zukunft.

Wir werden den Abbau von Bodenschätzen nicht vollständig verhindern. Aber wir können ein
großes Stück Wildnis bewahren, als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als Existenzgrundlage
der Indianer, als grandiosen Teil unserer Welt.

Elch

Expeditionsalltag

Wandern und Rafting in der Schönheit dieser
unberührten Bergregion, das Erleben der
Gwich’in-Indianerkultur, Möglichkeiten
nachhaltiger, Natur schonender Nutzung und
wissenschaftliche Projekte füllten den
Expeditionsalltag.

Zu den Stipendienprojekten
Arktisches Paradies

Kontakt

Wenn Sie Anregungen und Fragen zu den
Projekten haben, würden wir uns sehr über
Ihre Kontaktaufnahme freuen.

Telefon: 0351/31402220
E-Mail: kontakt@wilderness-international.org

Unsere Projektpartner