Sedus für Biodiversität & Klimastabilität
Sedus engagiert sich im Schutz bedrohter Wildnis
Seit 2026 arbeitet Sedus mit Wilderness International gemeinsam an der Mission, die letzten Urwälder unserer Erde durch konkreten Wildnisschutz zu bewahren. Im Sedus Firmenwald – mitten im temperierten Regenwald Westkanadas – finden von nun an unzählige Tiere und Pflanzen eine sichere Heimat, die gleichzeitig Tausende Tonnen CO2 in Biomasse bindet und so ein stabiles Klima fördert.
Schließ dich der Mission von Sedus und Wilderness International an und hilf uns jetzt dabei, so viele Lebensräume wie möglich zu schützen!
Spenden
von Wildnispat:innen haben
m2 Urwald
für immer geschützt und so sichergestellt, dass
Tonnen CO2
dauerhaft in der Biomasse des Waldes gebunden bleiben
Wir haben uns bewusst für die Zusammenarbeit entschieden, weil wir als stiftungsgeführte Unternehmen die gleichen Werte teilen: Verantwortung, Glaubwürdigkeit und langfristiges Denken. Die Zusammenarbeit macht nicht nur auf fachlicher Ebene Sinn – sie macht auch zwischenmenschlich einfach Spaß.
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Über Wilderness International
Häufige Fragen
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Wer ist Wilderness International und was macht die Organisation?
Wilderness International ist eine gemeinnützige Umweltschutz-Organisation, die sich eines zum Ziel gemacht hat: die letzten einzigartigen Wald- und Wildnisgebiete der Erde für immer zu schützen. Dafür kauft Wilderness International Landstücke per Grundbucheintrag, um diese rechtssicher und dauerhaft zu schützen. Die Landkäufe werden durch Spenden für sogenannte Wildnispatenschaften refinanziert. Wildnispaten erhalten eine personalisierte Urkunde mit den exakten Geokoordinaten des geschützten Waldstückes.
WI Deutschland und WI Kanada wurden 2008 von 25 Menschen aus sechs Ländern, 24 verschiedenen Berufsfeldern und im Alter von 18 bis 69 Jahren gegründet. 2019 kam dann die peruanische Organisation zum Schutz des tropischen Regenwaldes dazu. Heute besteht Wilderness International aus drei Schwesterstiftungen:
Hinter Wilderness International Deutschland stehen außer den Gründungsstifter:innen acht Mitglieder des Stiftungsrats, drei Vorstandsmitglieder, unser operatives Team, viele Ehrenamtliche und unzählige Spender:innen, Partner:innen, Sponsor:innen und Unterstützer:innen. Mehr dazu erfährst du auf der Seite “Wilderness International Deutschland”.
Bei Wilderness International Kanada kümmern sich neben Tobias Hürten und Kai Andersch auch Marco Lou, Tyler Bruce und Stephen Gabrysh direkt vor Ort um unsere Partnerschaften, Landkäufe, Expeditionen und den Schutz unserer Waldflächen. Außerdem engagieren sich auch hier Freiwillige, Spender:innen und Unterstützer:innen. Mehr dazu findest du unter „Wilderness International Kanada“.
Für Wilderness International Peru bilden die sieben Gründer:innen den Stiftungsrat. Vor Ort kümmert sich der Präsident der Organisation, Dr. Chris Kirkby, gemeinsam mit einem Waldhüter:innen-Team und dem Rest des operativen Teams um die Kontrolle der Schutzgebiete, die Forschungsarbeit / Biodiversitätsmonitoring in den Wäldern, die Suche und den Kauf neuer Landstücke sowie um Projekte mit lokalen Schulen, Communities und Partnern. Mehr Informationen findest du auf der Seite “Wilderness International Peru”.
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Welche Rolle spielen Wildnis und Urwälder für das globale Klima? Warum müssen wir diese schützen?
Wildnisgebiete sind die einzigen Orte, an denen natürliche Prozesse ungestört ablaufen können. Nur hier finden unzählige Arten einen passenden Lebensraum und ein Refugium, in dem sie überleben können. Auch wenn Gebiete renaturiert werden, kann sich die Artenvielfalt nur von ökologisch intakten Gebieten ausgehend wieder ausbreiten. Regenwälder sind für uns von besonderer Bedeutung, weil sie die artenreichsten Ökosysteme der Erde und daher unglaublich wichtig für den Artenschutz sind.
Regenwälder und ihre Palmsümpfe und Waldmoore sind außerdem essentiell für ein gesundes Klima auf unserer Erde. Sie speichern riesige Mengen CO2, kühlen die Umgebung und sorgen für stabile Niederschläge. Außerdem bilden sie einen wichtigen Teil unserer Lebensgrundlage: Aus ihnen stammen viele unserer alltäglichen Produkte, von Lebensmitteln wie Bananen und Kaffee über Holz bis hin zu Pflegeprodukten und Medizin.
Generell haben Wildnisgebiete - egal wo sie sich befinden - viele positive Auswirkungen auf uns und die gesamte Erde: saubere Luft, klares Wasser, nährstoffreiche Böden, Artenvielfalt und Klimaerhalt. Sie bieten Ruhepole für Rückzug und Erholung, fantastische Landschaften, sowie Platz für Abenteuer, Herausforderung, oder auch Rückbesinnung auf unsere Wurzeln.
Vom Menschen wenig beeinflusste Naturgebiete werden immer seltener und damit zu Schätzen für uns und nachfolgende Generationen. Eine durch Industrialisierung, Bergbau oder Landwirtschaft veränderte Natur kann nur mit großem Arbeits- und Kostenaufwand wiederhergestellt werden. Deswegen sind wir davon überzeugt, dass der Schutz von (noch) intakten Ökosystemen den größten Nutzen für den Umweltschutz bringt.
Auch in Deutschland gab es einst flächendeckend Urwälder mit alten Bäumen. Daran, dass heute nichts mehr davon übrig ist, zeigt sich, dass Wildnis keine Selbstverständlichkeit ist. Es ist unsere Verantwortung, die verbleibenden 2,8 % intakter Wildnisgebiete auf unserem Planeten zu schützen. Das natürliche Gleichgewicht bleibt nur erhalten, wenn wir nicht mehr nur nehmen, sondern auch geben. Daher ist es Zeit, endlich auch wieder an die Natur zurückzugeben. Sagen wir Danke für alles, womit sie uns versorgt, und beschützen wir sie.
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Welche Rolle spielt der temperierte Regenwald in Westkanada?
Denkt man an Kanada, hat man dichte Wälder und wilde Natur vor Augen. Und das nicht zu Unrecht: 70 % des Landes besteht aus großen Naturgebieten. 34 % der Fläche Kanadas sind mit Wald bedeckt, 53 % davon sind Urwald. Insgesamt beheimatet Kanada 20 % der weltweit verbleibenden Wildnisgebiete, doch dieser Pionier-Traum der unendlichen Weiten schwindet.
Jeder weiß um den Wert und die Bedrohung der Amazonaswälder. Doch kaum jemand spricht vom vergessenen Ökosystem British Columbias: Dort befindet sich die letzte große zusammenhängende Fläche temperierten Regenwaldes der Welt. Dieser Urwald ist ein Wunder der Natur. Er beherbergt wilde Küstenwölfe, lachsfischende Weißkopfseeadler, mystische Geisterbären, seltenen fleischfressenden Sonnentau und gigantische Urwaldriesen wie Ahornbäume, Alaska-Zedern, Douglasien und Riesenlebensbäume, die bis zu 2.000 Jahre alt und 100 Meter hoch werden können. Das macht die Urwälder Westkanadas zum artenreichsten Ökosystem der Nordhalbkugel. Außerdem sind die Wälder, Urwaldriesen und Waldmoore in unseren kanadischen Schutzgebieten absolute Meister der CO2-Speicherung und eine der wichtigsten „Senken“ im Kohlenstoffkreislauf der Erde.
Und doch ist ausgerechnet British Columbia einer der letzten Rechtsräume auf der Welt, der weiterhin die großflächige Abholzung von 600 bis 1.800 Jahre alten Urwaldriesen erlaubt. Zwischen 2003 und 2010 war nur die Abholzung in British Columbia verantwortlich für einen höheren jährlichen CO2-Ausstoß als das gesamte Land Finnland. Die Hauptursachen sind Holzwirtschaft, Landwirtschaft und der Bau von Infrastruktur.
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Wie stellt ihr den langfristigen Schutz der Gebiete sicher?
Wir schützen die von uns ausgewählten Gebiete ausschließlich durch Kauf mit Grundbucheintrag und in Ländern mit hoher Rechtssicherheit. Alle drei internationalen Stiftungen (Peru, Kanada, Deutschland) werden als Eigentümerinnen ins Grundbuch eingetragen. Die Waldgebiete, die wir als Stiftungen gekauft haben, kann uns keiner mehr abkaufen, und auch wir dürfen die Waldgebiete nicht mehr verkaufen.
Die Organisationsform der Stiftung verhindert, dass die Rechte über die Verfügung von Eigentum bei einer einzelnen Person liegen und sichert das dauerhafte Bestehen. Hier erfährst du mehr über die Langlebigkeit des Stiftungskonzepts. Unsere Satzung legt fest, dass die Landstücke unberührt gelassen und lediglich zu Forschungs- und Dokumentationszwecken aufgesucht werden.
In Kanada:
Unsere Schutzgebiete in Kanada sind aufgrund ihrer Abgelegenheit und dem unerschlossenen Gebiet nur unter großem finanziellen, materiellen und zeitlichen Aufwand und nicht ohne Risiko erreichbar. Zudem sorgt die große Rechtssicherheit in Kanada dafür, dass eine Beschädigung von Land starke Sanktionen nach sich zieht. Der British Columbia Trespass Act verbietet es eindeutig, Privatland zu betreten. Verstöße werden auf Klage gerichtlich verfolgt, selbst wenn kein Schaden entstanden ist. Außerdem besuchen und kontrollieren wir die Gebiete im Rahmen regelmäßiger Forschungsaufenthalte und haben Partnerschaften mit lokalen Unternehmen, die uns unterstützen. In Kanada haben wir außerdem den Vorteil, dass Eigentum kulturgeschichtlich einen sehr hohen Wert hat und respektiert wird.
In Peru:
In Peru haben wir Waldhüter:innen (Forest Guardians) vor Ort, zu deren alltäglichen Aufgaben es gehört, unsere Schutzgebiete zu überwachen und unbefugtes Betreten zu verhindern. Durch den Einsatz von Drohnen können die Guardians ein größeres Gebiet einsehen, und spezielle Sensoren schlagen blitzschnell Alarm, wenn beispielsweise Feuer entstehen oder die Geräusche von Kettensägen hörbar sind. Zusätzlich arbeiten wir dort mit der Organisation „Fauna Forever“ zusammen, die ebenfalls dauerhaft vor Ort ist und im Rahmen ihrer Forschungsprojekte auch unsere Gebiete mit begeht und so überwacht.
Außerdem stehen die Forest Guardians im direkten Kontakt mit der lokalen Bevölkerung, vertreten unser Schutzanliegen in der Community, stellen Info-Schilder auf und arbeiten aktiv an Community-Projekten - wie unserem aktuellen Agroforst-Projekt - um der lokalen Bevölkerung Möglichkeiten aufzuzeigen, vom Regenwald zu profitieren, ohne diesen abzuholzen. Sollte es dennoch zu einem Konflikt kommen, melden wir Wilderer und andere illegal handelnde Personen den lokalen Rechtsdurchsetzungsorganen (wie Polizei, Anwälten, Behörden), und arbeiten eng mit ihnen zusammen.