GWICH'IN IN DEUTSCHLAND

Projekt Westarktis


Die Gwich’in kämpfen um die Bewahrung ihres traditionellen Stammeslandes – eines Gebietes so groß wie Irland, in dem niemand außer den Indianern je dauerhaft gelebt hat. Und sie haben uns gebeten, Ihnen dabei zu helfen.

Im Sommer 2007 kamen Schüler und Lehrer der Gwich’in nach Deutschland und machten auf ihre Situation aufmerksam. Auf den Exkursionen und in den Gesprächen vor Ort lernten die Gwich´in viel über die Situation des Naturschutzes im industrialisierten Deutschland, aber auch über Recycling und regenerative Energien. Unter anderem besichtigten sie einen offenen Tagebau, ein Bergwerk und den Nationalpark Sächsische Schweiz, welcher noch vor 150 Jahren eine gerodete, baumlose Landschaft war.

Hwiemtun, der Director of Cultural Programs von Wilderness International Canada, ein Coast Salish Indianer aus den Westküstenregenwäldern Kanadas sowie Jean und Glen Allicock, Vertreter der Makushi Indianer aus dem tropischen Regenwald Guyanas nahmen an unserem Umweltprogramm teil. Dieses Projekt wurde durch Rotary sowie die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt unterstützt.

Die Informationsreise der Indianer war ein voller Erfolg. Viele hundert Schüler wurden erreicht, Zeitungsberichte veröffentlicht, der Film „Saving the Three Rivers Watershed“ für das kanadische Fernsehen produziert, Pressemitteilungen und Radioberichte in Kanada wurden publiziert und die zuständigen Entscheidungsträger für die Ziele des Projektes sensibilisiert. Stimmen der Teilnehmer des Kulturaustausches zum Aufenthalt bei uns in Deutschland:

„Wir waren zwei Wochen in Deutschland
unterwegs und das einzige wilde Tier das
wir gesehen haben, war ein Eichhörnchen.
Stellt euch vor, EIN Eichhörnchen!“

Gladys Alexie

Bild Expeditionsteam

„Es macht mich unheimlich traurig,
wenn ich mir vorstelle, dass unsere Heimat
in Kanada auch eines Tages von offenem
Tagebau, Straßen und durchlöcherten Bergen
geprägt sein wird. Einfach nur hässlich –
meine Traurigkeit ist schwer zu beschreiben!“

Zoe Hoe

Bild Expeditionsteam

„Die Teilnahme am Regenwaldlauf hat uns die Augen geöffnet. Es war beeindruckend zu sehen, wie viele Schüler in Dresden sich für die Regenwälder und den Naturschutz in Nordkanada interessieren. Es fühlt sich nun für uns nicht mehr so an, als ob wir nur aus einer kleinen, unbedeutenden Ortschaft in der Arktis kommen, sondern dass wir Teil einer globalen Gemeinschaft sind.“
Wade

Bild Expeditionsteam

„Mein Denken über die Umwelt hat sich sehr verändert. Es ist ungemein wichtig, dass wir unsere Leute daheim in Ft. McPherson (Westarktis) zum Umweltschutz motivieren. Wenn wir zulassen, dass noch mehr von unserer Heimat zerstört wird, dann wird uns unsere Kultur weggenommen!“
Janelle Wilson

Bild Expeditionsteam