Pfand sammeln, Regenwald schützen: Vinzents PfandForest

Wir haben eine ganz großartige Community - das wissen wir bereits. Aber manche Geschichten lassen uns einfach mit offenem Mund staunen. 


Wir möchten euch Vinzent vorstellen. Vinzent kommt aus Westsachsen und ist zufällig auf Wilderness International gestoßen. Dennoch hat sich bei ihm der Wunsch festgesetzt, auch etwas zum Schutz der Natur beizutragen. Und mit seinen 16 Jahren hat Vinzent ein großartiges Projekt aufgebaut – den PfandForest! 

 

Hi Vinzent! Stell dich gern einmal vor. Wer bist du, woher kommst du und was machst du?

Hallo, ich bin Vinzent! Ich bin 16 Jahre alt und gehe in die 10. Klasse. Ich komme aus Langenbernsdorf, einem kleinen Dorf in Westsachsen. Ich habe die Pfandbon-Aktion „PfandForest“ ins Leben gerufen, bei der Kunden in teilnehmenden Supermärkten ihren Pfandbon spenden und damit bedrohten Regenwald für immer schützen können.

Was ist deine Verbindung zur Natur bzw. zum Regenwald? Warum findest du es wichtig, unsere Natur und ihre Bewohner zu schützen?

Da ich auf dem Land aufgewachsen bin, war ich als Kind oft mit meiner Familie im

Wald unterwegs. Meine Neugier ließ mich schon früh über die verschiedensten Wälder

unserer Erde nachforschen – besonders fasziniert haben mich dabei die Tropen mit ihrer unglaublichen Artenvielfalt. Ich finde es wichtig, diese über Jahrmillionen entstandenen Ökosysteme zu erhalten und vor Abholzung zu bewahren: Sie sind gewaltige CO2-Speicher, bieten Lebensraum für einzigartige Tier- und Pflanzenarten und tragen maßgeblich zur Stabilisierung unseres Klimas bei – damit unser Planet auch für künftige Generationen lebenswert bleibt.

Wie bist du auf Wilderness International gekommen?

Wilderness International kenne ich schon seit einigen Jahren: Zum ersten Mal bin ich über ein YouTube-Video auf die Organisation gestoßen, in dem jemand seinen CO2-Verbrauch bei einem Projekt durch den Kauf von Regenwaldflächen kompensiert hat. Seitdem hat mich die Idee nicht mehr losgelassen.

Zurecht stolz: Vinzent neben der Spendensäule im ersten Supermarkt, der sich der Aktion angeschlossen hat. 

Was ist dein Projekt bzw. wie setzt du dich für den Waldschutz mit Wilderness International ein? Wie bist du auf die Idee gekommen? Was ist dein Ziel?

Im Februar 2026 habe ich begonnen, eine Aktion zu planen: In teilnehmenden

Supermärkten können Kund:innen ihren Pfandbon direkt in eine Spendenbox einwerfen. Die Mitarbeitenden leeren die Box monatlich und überweisen den Gesamtbetrag an Wilderness International. Die Idee entstand aus einer persönlichen Gewohnheit – ich hatte mir schon länger vorgestellt, meine Pfanderlöse zu spenden. 

Da ich Wilderness International bereits gut kannte, fand ich den Gedanken großartig: Mit der einfachen Abgabe einer Pfandflasche gleichzeitig Regenwald zu schützen. Irgendwann stellte ich mir die Frage, warum das nicht auch andere tun könnten – und wie viel größer der Impact wäre, wenn viele mitmachen. So wurde die Initiative „PfandForest“ geboren.


Mein Ziel ist es, dass weitere Supermärkte in Sachsen und später ganz Deutschland

teilnehmen. Der Startpunkt war im E-Center Fiedler im sächsischen Crimmitschau.

Interessierte Supermärkte können sich einfach über pfandforest.de anmelden und

erhalten dann automatisch alle nötigen Materialien – von der Box-Vorlage bis zum

individuellen Spendenlink. Den Rest übernehme ich.

 

Was war dein schönstes Naturerlebnis?

Mein schönstes Naturerlebnis hatte ich letzten Sommer am Beachy Head – der

höchsten Kreidesteilküste Englands. Der Wind war so stark, dass man sich mit Blick auf den Ärmelkanal buchstäblich in die Luft lehnen konnte. Dieses Gefühl von Weite und Naturgewalt war unvergesslich.

Wir sind absolut beeindruckt von Vinzents Engagement – mit 16 Jahren hatten die Meisten von uns noch ganz andere Sachen im Kopf. In Verbindung mit seinem Projekt betreut Vinzent auch mehrere Social Media Kanäle (Instagram, YouTube und TikTok) und teilt dort täglich (!!) spannende Pfand-Facts. Schaut auch dort gern einmal vorbei! 

 

Artikel Teilen

Aktuelles