Fabian Mühlberger ist Biologe, Naturfotograf und aktiv im Naturschutz. Im Interview berichtet er von seiner Begegnung mit einem wilden Küstenwolf, warum es so wichtig ist, auf Porcher Island Natur zu schützen, und wieso man beim Toilettengang keinem Bären begegnen möchte.
Seit 2018 bereichert er unsere Arbeit ehrenamtlich mit seinem umfangreichen Wissen, seiner Erfahrung und seinen hochqualitativen Bildern, bspw. bei der Einschätzung potentieller Naturschutzflächen. Im Juli 2019 war er Teil des kleinen WI-Team Expeditionsteam, das auf Porcher Island nach dem Rechten gesehen und neue Schutzgebiete ausgekundschaftet hat. Im Rahmen der Reise war er acht Tage allein auf der Insel, um ungestört die Tierwelt vor Ort zu beobachten.
Warum hast du dich Wilderness International angeschlossen?
Was waren für dich die Highlights der Expedition im Sommer? Was hat dir am meisten gefallen?
Was hat dich auf der Reise am meisten beeindruckt?
Was war die größte Herausforderung im Regenwald?
Du warst acht Tage allein auf Porcher Island – Was hast du in dieser Zeit gelernt?
Welche besonderen Begegnungen und Entdeckungen hast du mit Tieren und Pflanzen gemacht?
Hattest Du Angst?
Hattest du vorher schon mal Wölfe gesehen?
Ist es schwer, Wölfe zu beobachten?
Warum macht es keinen Sinn, die Wölfe abzuschießen, um die Waldrentiere zu schützen?
Du hast noch weitere besondere Entdeckungen gemacht, richtig?
Du warst auch schon im Tobatal – was ist für dich der Unterschied Porcher Islands zum Tobatal? Was macht Porcher für dich anders, besonders?
Wenn man auf Porcher Island durch den Wald geht, dann findet man sehr häufig Muschelschalen und vor allem auch die Schalen von den Abalone Schnecken, die eigentlich aus dem Meer stammen, aber überall im Wald verteilt sind. Wie kommt das?
Warum sollte WI auf Porcher Island Natur schützen, warum ist das wichtig?
Was war für dich das Ziel der Expedition?
Als Biologe, wie ist deine Einschätzung zum ökologischen Wert der Naturschutzgebiete von Wilderness International?
Im Herbst warst du mit auf Expedition im Tobatal. Wie ist es, zwischen Grizzlybären zu campen?
Ja das ist natürlich was ganz besonderes, wenn man im Gebiet von großen Raubtieren ist. Bei den Wölfen hatte ich da keine Bedenken. Die brechen nichts auf, um an Nahrung zu kommen. Aber die Bären brechen ja beispielsweise Baumstämme auf, um an Insekten zu kommen. Die sind es gewöhnt, etwas zu öffnen, um ranzukommen. Das hat man natürlich vor Augen während so einer Expedition. Ab im Notfall muss man ja immer nur schneller laufen als der Langsamste (lacht). Außerdem waren wir eine große Gruppe, da hatte ich keine Bedenken. Wobei Ronny ja beim Toilettengang einen gesehen hat. Das war auch immer der gruseligste Moment auf der Expedition, von der Gruppe entfernt, so ganz wehrlos mit der Hose um die Knöchel, da denkt man sich, jetzt will ich wirklich keinen Bären sehen. Bei Ronny verlief zum Glück alles friedlich, der Bär hat sich nur aufgestellt, geschaut, und ist dann wieder weg.
Seine Bilder und Berichte über die Erlebnisse mit wilden Tieren könnt ihr auf seiner Facebook-Seite und auf Instagram(@fabian_photography) verfolgen.
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