Regenwald-Schutz im ESG-Reporting
Orientierung im ESG-Reporting: Was gilt für Unternehmen?
E für Environment, S für Social und G für Governance: Dafür steht die Abkürzung ESG. Das ESG ist ein freiwilliges Rahmenwerk, nach dem Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsleistung bewerten können in Form eines ESG-Reportings.
Natur- und Regenwaldschutz können ein wichtiger Teil eines ESG-Berichts sein und notwendige Richtlinien und Kriterien erfüllen. Doch der Schutz unserer Tropenwälder und letzten Wildnis ist weit mehr als eine Formalie im ESG-Reporting oder CSR-Aktivität.
ESG-Reporting in Zahlen: zwischen Erwartungen und großen Chancen
75 %
der Investor:innen
würden stärker in Unternehmen investieren, die das Klima schützen
80 %
der Menschen
Firmen mit echtem Wildnisschutz unterstützen
70 %
der Kund:innen
hinterfragen vor einem Kauf Nachhaltigkeitsbehauptungen
Die Bedeutung von ESG: Das solltest du wissen
Für die 3 Bereiche Umwelt, Soziales und Unternehmensführung gelten spezifische Kriterien, nach denen du die Nachhaltigkeitsleistungen deines Unternehmens messen kannst:
- E – Environment (Umwelt): Klimaschutz, Emissionen, Ressourcenverbrauch und Biodiversität
- S – Social (Soziales): Arbeitsbedingungen, Menschenrechte und Inklusion
- G – Governance (Unternehmensführung): Transparenz, Ethik und Compliance
Gibt es eine ESG-Pflicht und wer ist betroffen?
Es gibt keine sogenannte “ESG-Pflicht”. Vielmehr gilt eine Berichterstattungspflicht (EU-Richtlinie) nach der CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive). Wann welche Unternehmen dieser Pflicht nachkommen müssen, ist zeitlich abgestuft geregelt:
- Ab 2024 (Bericht 2025): Für Unternehmen, die bereits unter die Non-Financial Reporting Directive (NFRD) fielen.
- Ab 2025 (Bericht 2026): Für alle großen Unternehmen, die die Kriterien der CSRD erfüllen (zwei von drei: über 250 Mitarbeiter, 40 Mio. € Umsatz, 20 Mio. € Bilanzsumme).
- Ab 2026 (Bericht 2027): Für kapitalmarktorientierte kleine und mittelständische Unternehmen (KMU).
Neben der allgemeinen Reporting-Pflicht gelten Richtlinien und Kriterien, nach denen die Nachhaltigkeitsbewertung vorgenommen werden muss:
- CSRD & ESRS: Ab 2024/25 sind große und kapitalmarktorientierte Unternehmen in der EU verpflichtet, nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) zu berichten. Besonders relevant: ESRS E4 Biodiversität und Ökosysteme.
- EU-Taxonomie: ordnet wirtschaftliche Aktivitäten nach ökologischer Nachhaltigkeit ein.
- EUDR (EU-Entwaldungsverordnung): Ab 2025 müssen Produkte wie Soja, Rindfleisch, Palmöl, Kakao, Kaffee und Holz nachweislich entwaldungsfrei sein.
CSRD vs. ESG: Was ist der Unterschied?
Einfach gesagt: ESG beschreibt die Kriterien, die CSRD macht die Berichterstattung darüber zur Pflicht. Für die betroffenen Unternehmen ist das ESG-Reporting daher nicht mehr freiwillig.
ESG (Environmental, Social, Governance) ist ein freiwilliges Rahmenwerk, um die Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens zu bewerten.
Die CSRD ist eine verbindliche EU-Richtlinie, die Unternehmen zur Berichterstattung über ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten verpflichtet. Sie regelt, wie und worüber ein Unternehmen berichten muss, und schafft somit einen einheitlichen und gesetzlich vorgeschriebenen Standard.
Verantwortlich. Handeln.
Warum als Unternehmen Regenwälder schützen?
Regenwaldschutz ist Biodiversitätsschutz
Regenwälder sind nicht nur die wichtigsten Verbündeten im Kampf für mehr Klimastabilität:
- sie erzeugen Regen,
- reinigen Luft und Wasser und
- speichern CO2.
Sie sind auch die artenreichsten Ökosysteme unseres Planeten. Als gigantische Schatzkammern der Natur beherbergen sie eine unvergleichliche Vielfalt an Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen. Wird ein Regenwaldgebiet zerstört, geht diese über Jahrtausende gewachsene Biodiversität unwiederbringlich verloren.
Biodiversität als Wirtschaftsfaktor
Für Unternehmen ist dieser Verlust von Biodiversität weit mehr als ein ökologisches Problem: Es ist ein erhebliches Geschäftsrisiko entlang der gesamten Wertschöpfungsketten. Über 50 % des weltweiten Bruttonationaleinkommens (BIP) hängt direkt oder indirekt von stabilen Ökosystemen ab. Funktionen wie Pflanzenbestäubung oder die natürliche Schädlingsregulierung wirken wie "Dividenden der Natur": sie sind die Grundlage für Rohstoffe, funktionierende Lieferketten und Märkte.
Das Insektensterben in Deutschland allein verursacht durch Ernteausfälle Verluste von etwa 3 Milliarden US-Dollar pro Jahr.
Dieses Beispiel zeigt deutlich: Biodiversität ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor.
Ihr Schutz steht nicht im Widerspruch zu wirtschaftlichem Handeln, sondern ist dessen notwendige Voraussetzung. Der Schutz der Regenwälder ist daher eine direkte Investition in die wirtschaftliche Stabilität von Unternehmen und ihrer gesamten Wertschöpfungskette.
5 Gründe für Regenwaldschutz als Teil der Strategie
1€
Spenden
schützt
1 m2
Regenrwald
für immer und bindet
60 kg
CO2
dauerhaft als Biomasse des Waldes.
Wer den Wald schützt, schützt die Wirtschaft
So können Unternehmen Regenwaldschutz im ESG-Reporting nutzen
Waldschutz mit Berichtsrelevanz: Konkrete Beispiele und ESG-Kriterien
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CSRD / ESRS E4: Waldschutz als konkrete Maßnahme für Biodiversität und Ökosystemleistungen ausweisen.
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EU-Taxonomie: Regenwaldschutz unter Umweltziel 6 („Biodiversität & Ökosysteme“) anrechenbar.
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GRI 101: Positive Wirkung außerhalb der eigenen Lieferkette transparent darstellen.
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CDP & TNFD: Waldschutz als Teil des Risikomanagements und als naturbasierte Lösung berichten.
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SDGs: Klarer Bezug zu SDG 15 „Leben an Land“, SDG 13 „Klimaschutz“ und SDG 6 „Sauberes Wasser“.
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Contribution Claim: Unternehmen können ihren Beitrag („Contribution“) zum Biodiversitätsschutz glaubwürdig kommunizieren – ohne in Kompensationsdebatten zu geraten.
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